:DE: Empfangsadresse mehrfach verwenden

Hallo, ist es problematisch eine Empfangsadresse mehrfach zu verwenden? Ich stake mein Wallet und über den Staking Key können ohnehin alle Adressen zugeordnet werden, oder? Ist ein Wallet künftig (mit Quantencomputern) möglicherweise leichter zu knacken, wenn eine Empfangsadresse mehrfach verwendet wird? Ggf. könnte ja auch ein Hacker mehrere Kleinsttransaktionen an eine bekannte Empfangsadresse senden. Danke!

Nein. Du kannst diese so oft verwenden wie du möchtest.

Der Grund warum immer eine neue Empfangsadresse generiert wird, ist ledigliche die Privatsphäre welche damit etwas besser geschützt wird.

Verstehe nicht ganz was das eine mit dem anderen zu tun hat. Wenn Quantencomputer in der Realität angekommen sind und tatsächlich für solche nutzbar sind, dann spielt es definitiv keine Rolle ob du eine Adresse mehrfach benutzt hast oder nicht. :slight_smile:

Gruss
Fabian

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Nee, überhaupt nicht. Einige Krypto-Währungen (und einige Cardano-Wallet-Apps) benutzen sowieso nur eine Adresse.

Ja, und das ist nicht erst, wenn Du tatsächlich stakest. So ziemlich alle Wallet-Apps codieren Deine Stake-Adresse auch schon vorher in alle Empfangs-Adressen rein. Selbst wenn Du noch nicht an einen Pool delegiert hast, kannst Du (z.B. auf Cardanoscan) schon sehen, welche Adressen zusammen gehören.

(In ccvault werden Dir auch nicht delegierte Empfangs-Adressen angezeigt. Die wären Dir nicht ganz so einfach zuzuordnen. Wie gut das funktioniert und ob andere Wallet-Apps da auch mit klarkommen, habe ich aber noch nicht probiert.)

Sehr, sehr unwahrscheinlich. Wenn Quantencomputer irgendwann (und das ist noch eine ganze Weile hin) marktreif werden, müssen wir eh die Verschlüsselungstechnik wechseln.

Wenn ist das Empfangen eh völlig unkritisch. Wenn, dann wird minimal mehr Information preisgegeben, wenn mehrfach von der gleichen Adresse gesendet wird. Nur dann wird ja mit dem privaten Schlüssel signiert und eine Angreiferin hätte dann mehrere bekannte Inhalt-/Signatur-Paare. Es ist aber auch da kein Angriff bekannt, der das nutzen könnte.

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Danke, mit Yoroi kann man ja immer neue Empfangsadressen generieren. Aber eigentlich ist das dann ja nicht zwingend notwendig.

Achso, aber in Yoroi habe ich ja keinen Einfluss von welcher Adresse gesendet wird, oder? Ich nehme an, die Adressen werden automatisch generiert.

Gesendet kann nur von Adressen werden, die mal was empfangen haben. Ja, normalerweise suchen sich die Wallet-Apps da automatisch was mehr oder weniger sinnvolles zusammen. (Auf der Kommandozeile, mit cardano-cli sucht man sich selbst zusammen, welche Inputs man einer Transaktion geben möchte.)

Wenn Du, wie Daedalus und Yoroi das machen/nahelegen, jede Adresse nur einmal zum Empfangen verwendest, kann sie dann auch garantiert nur einmal zum Senden verwendet werden. Da kommt ja nie wieder was anderes an.

Anderes Extrem ist Nami, das nur eine einzige Adresse verwendet und jede empfangende oder sendende Transaktion verwendet genau die.

Wie gesagt: Es ist rein theoretisch, dass dadurch etwas mehr Information preisgegeben wird. Es ist nicht bekannt, dass das irgendwie genutzt werden könnte.

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Vielleicht um aus der Sicht vom Datenschutz darauf etwas genauer einzugehen:

Grundsätzlich können über den Staking Key alle damit verbundene Adressen gefunden werden. Eine Wallet kann damit also in der Analyse komplett rekonstruiert werden.

Der Punkt nun ist eher, wenn du von einer Crypto-Börse Ada auf Deine private Wallet überweist, dann kann darüber dein Name mit der Wallet verbunden werden (KYC der Börse!). Darauf sollte man nun also eher achten.


Wenn Privatsphäre extrem wichtig für Dich ist, kann man jedoch auch das umgehen. Man könnte mit einer Wallet (ggf. CLI), welche keinen Staking-Key eincodiert, eine “Relay-Wallet” aufsetzen. Also eine Zwischenwallet, welche als Verteiler funktioniert.

Alles an Ada geht auf diese Wallet ein, wenn man diese nun via DEX oder dApps mischt (Unterbrechung der Adressen-Kette ( In → Out Adressen)) und wieder auf der Wallet empfängt und erst dann auf die private Wallet überweist, dann ist damit die private Wallet nicht mehr zurückführbar auf das KYC der Börse. Zumindest in der Theorie.

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Kleine Randnotiz noch:
Wenn man z.B. in Yoroi oder Daedalus Wallet manuell die Erstellung einer neuer Empfangsadresse anstößt, dann kann diese nicht via Cardanoscan etc. gefunden werden. Zumindest solange bis, auf dieser Ada ankommen.