:DE: Staking und die Steuern in Deutschland (Proof of Stake)

Ich bin jetzt bei der Verbindlichen Auskunft. Die Steuerberatung für 2020 und anschließend 2021 nächstes Jahr gehen wir danach an.

Ich werde hier noch einen Link von der Steuerberatung Freber posten für eine Verbindliche Auskunft, falls jemand Interesse daran haben sollte.

Ich finde die verbindliche Auskunft ehrlich gesagt irgendwie Quatsch. Du musst alles darlegen und am Ende können sie sich, meines Wissens nach, trotzdem anders entscheiden da es keine verbindlichen Gesetze gibt. Das zumindest schrieb jemand oben, und dazu kostet es Geld beim Steuerberater und beim Finanzamt… Ich habe mich dagegen entschieden!

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Kann man solch eine Auskunft nicht von der Steuer absetzen?

Hallo!
Ich verfolge die Debatte hier schon lange gebannt und kann mich vielen Meinungen anschließen!
Ich hätte zu dem Thema Staking und Haltefristverlängerung zwei Fragen:
Wie ist das denn jetzt, wenn ich das staken aufhöre. Beginnt dann die einjährige Haltefrist von vorn? Die Coins sind ja dann nicht mehr verzinslich angelegt…
Und könnte man sie nicht auch gewerblich verkaufen, indem man z.B. eine GmbH gründet? Müsste man dann nicht nur 15% Körperschaftssteuer (+Gewerbesteuer) darauf zahlen, oder übersehe ich da was?
Vielen Dank für die Auskunft!

Hallo rixxo,
für MEIN Verständnis nicht. Es geht ja um den Gewinn.
Keine Rewards = kein Gewinn = keine 10 Jahresfrist.

Meine Meinung: Proof of Stake ist eine wichtige Neuerung, die den CO2-Footprint von Kryptowährungen massiv verringert. Im Falle von Bitcoin zu Cardano sind das über 99%. Wenn das steuerlich “bestraft” wird, dann konterkarieren die Finanzämter alle Bemühungen, Klimaneutralität zu erreichen.

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Man kann sich juristisch gegen die 10 Jahresfrist wehren, wenn das Finanzamt überhaupt von den 10 Jahren ausgeht.

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Hier Stelle ich nur meine persönliche Meinung dar, und wie ich die Gesetze verstehe. Es ist keine Rechtsberatung oder ähnliches. Ich zeige ALLE Kryptos dem FA an, damit macht man nichts falsch und kann jederzeit in Widerspruch gehen

Die Aussage bzw. Recherche war von mir…bzw. kann es jeder mit Google finden.

@Cueneyt1986 Meiner Erfahrung nach, spielt es kaum eine Rolle, wie gut oder schlecht der StB ist, solange man alles angibt. Es gibt nur zwei Stellen wo die Werte eingetragen werden. Zusätzlich sollte man vermutlich alle Berichte von Cointracking oder ähnlicher Software einreichen - dann ist zumindest alles angezeigt. Es gibt Erfahrungen, außerhalb von Krypto, dort gibt es klare Gesetze und am Ende kann der SB vom FA trotzdem sagen, nein, so ist es nicht. Klag doch, wenn du willst.

Bedeutet für mich, ist es eher Geldverschwendung einen teuren StB (je nach Anfrage meinten sie, ehm Krypto kostet Pauschal erstmal 500-1000 Euro mehr, pro Jahr) zu haben, da dass FA am Ende machen kann was es will und auch ein nicht KryptoStB dir die zwei Werte in den richtigen Kasten schreibt. Dann kann dein StB in Widerspruch gehen, kostet wieder Geld und das FA kann es ablehnen…dann musst du zum Anwalt. Im Idealfall hast du eine Rechtschutz, die bei Steuersachen greift…

Je nachdem wie sich das BMF positioniert und das FA die Sache einschätzt, wird man also um einen Anwalt bzw. Klage nicht drumherum kommen. Einen “teuren” StB oder eine eher “unverbindliche” sehr teure Auskunft ist meiner Meinung nach, nur ein Geschäftsmodell von Staat und StB.

Vielleicht haben wir ja alle Glück und Nürnberg oder das BMF macht bald eine Klare Gesetzgebung.

Bisschen off Topic aber auch spannend…die Staaten:

Wie bereits im Beitrag erwähnt, sollte hier wirklich jemand mal an die 10 Jahre oder halt auch nicht 10 Jahre geraten, wäre es spannend und man könnte sich auch gerne zusammentun und gemeinsam juristisch vorgehen bzw. zumindest Klarheit schaffen.

@Chill_Mal Wir sind kein Rechtsforum, eher ein Meinungsforum. Keine dieser Aussagen hier hat irgendeine Verbindlichkeit. Heißt, deine Fragen wird dir nur ein StB (und vermutlich nicht mal der) beantworten können. Es gibt einfach keine passenden Gesetze und solange sich das nicht ändert, wird man nie wissen wie etwas läuft, bis es gelaufen ist :man_shrugging:

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Das Problem ist, dass für unsere Regierung das Internet noch Neuland ist und hier Gesetze möglicherweise angewendet werden, die 2008 erlassen wurden. Ergo, da gab es noch kein Staking und es wird gar nicht betrachtet, ob PoW oder PoS oder was auch immer. Man wendet hier ggfs. ein Gesetz für Schiffscontainer Leasing an.

Ergänzung nachdem ich Nachrichten geschaut habe: Solange die CDU/SPD/Herr Scholz oder welcher ältere Herr auch immer meint, dass die Gesetze reichen die man hat, merkt man, dass sie keine Ahnung haben. Eigentlich scheint nur die FDP überhaupt an Blockchain interessiert.

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…irgendwie kann ich meinen Post nicht editieren…aber es sieht aus als ob es Licht oder sogar eine riesige Sonne am Horizont gibt;) El Salvador hat BTC als Währung anerkannt. Somit ist zumindest BTC (unsere FÄ werfen aber alle Kryptos in einen Topf) eine Währung, genau wie Dollar etc. heißt, die Gesetze die bisher angewendet wurden, dürfen nicht mehr angewendet werden - da es eine Währung ist. Also nichts mehr mit privaten Veräußerungsgeschäften…Nun wird es natürlich richtig spannend:D

Weil wenn Fremdwährung, dann nichts 10 Jahre🥳

…falls die Quellen von ihm verlässlich sind, tendiert der Staat, wie zu erwarten war, also zu 10 Jahren…sehr düster und sehr technikfeindlich für den Standort D aber was war schon zu erwarten. Da bleibt dann also nur noch der Weg zum Gericht und die Hoffnung, dass es die Gerichte anders sehen.